//Ein Menschenfreund ist gegangen: Zum Tod von Erich Kupfer

Ein Menschenfreund ist gegangen: Zum Tod von Erich Kupfer

Im Alter von nur 77 Jahren ist das ehemalige VdM Vorstandsmitglied und die Opel PR-Legende Erich Kupfer am 5. August verstorben. Die Trauerfeier fand am 19. August in Rüsselsheim statt. Erich Kupfer war über Jahrzehnte eng mit dem Verband der Motorjournalisten (VdM) verbunden.

Erich Kupfer hat über 34 Jahre die Pressearbeit bei Opel geprägt. Nach seinem Volontariat und seiner Tätigkeit als Redakteur bei der Lokalzeitung in Schweinfurt startete Kupfer als 25-Jähriger in der Presseabteilung von Opel. Zügig erklomm er dort die Karriereleiter und übernahm alsbald Leitungsfunktionen in der Kommunikation. In den Jahren 1995 bis 2005 war er zudem als Leiter für die interne und externe Kommunikation des Werks Rüsselsheim zuständig und damit selbst Teil der Öffentlichkeit. Kupfer war in seiner Funktion als Opel Ansprechpartner für die lokale Politik, Verwaltung, Vereine und Medien auch Brückenbauer zwischen Unternehmen und Stadtgesellschaft. Auch bei der Sport- und Kulturförderung war der Opel PR-Mann sehr präsent. So galt Kupfer in städtischen Gremien als gern gesehener und beliebter Gast und Ansprechpartner. Als Mann der Unternehmens- und Standortkommunikation engagierte sich Erich Kuper zudem von Anfang an stark für die Entwicklung des Werkes Eisenach. Eisenach, das sich nach der deutschen Wiedervereinigung zu einem wichtigen Produktionsstandort des Unternehmens entwickelte, sollte bekanntlich ein wichtiger Teil der Opel Geschichte werden. Darüber hinaus verstand sich Kupfer immer auch als Teil der Motorjournalistenfamilie. Dem VdM blieb er über Jahrzehnte eng verbunden. Bis 2009 war er VdM Regionalleiter Rhein-Main. Im Jahr 2012 wurde er aufgrund seiner Verdienste um den Motorjournalismus zum Ehrenmitglied ernannt. Im Jahr 2024 feierte er sein 50. Verbandsjubiläum.

Verlässlich, kompetent, hilfsbereit

Als Opel PR-Mann war Erich Kupfer für Generationen von Journalistinnen und Journalisten ein verlässlicher, kompetenter und immer hilfsbereiter Ansprechpartner. Auch die Autorin dieses Nachrufs erinnert sich nur zu gut daran, als sie als junge Journalistin und Berichterstatterin der IAA in Frankfurt für die Fachmedien im Einsatz war und ihre neue Spiegelreflexkamera nach einem von Opel organisierten großen IAA Pressedinner in einem Frankfurter Hotelrestaurant an der Stuhllehne vergessen hatte. Erich Kupfer setzte daraufhin für die verzweifelte Journalistin alle Hebel in Bewegung, um die Kamera wieder „an die Frau“ zu bringen. Und er hat es geschafft, es war ein echtes Wunder, das nur Erich Kupfers menschenfreundlichem Großeinsatz zu verdanken war. Aber das war er einfach, das war Erich Kupfer, wie er leibte und lebte: Nicht nur leidenschaftlicher Opel Mann und wahre Opel PR-Legende, er war auch ein durch und durch echter Menschenfreund, warmherzig und geduldig, einer, der immer für die Medien parat stand und auch in der größten Hektik des Journalismusalltags stets freundlich war und sich nicht aus der Ruhe bringen ließ.

Kurzum: Wer jemals mit Erich Kupfer zu tun hatte, erinnert sich an einen Kollegen mit großer Leidenschaft für das Automobil, mit einem ausgeprägten Verständnis für Journalisten und immer einem offenen Ohr für ihre Anliegen. Seine Währung als Mensch und Pressemann: persönliche Beziehungen, Vertrauen und Handschlagmentalität. Lieber Erich Kupfer, wir werden dich vermissen. Danke für alles.

Autorin: Isabella Finsterwalder; Abb.: privat