Es sind wohl schon 35 Jahre her, da lernte ich Jörn Turner im Bonner Presseclub kennen. Auffallend sein weiß-graues Haar und seine angenehme Art, sich mit den Menschen dort zu unterhalten. Die weiß-grauen Haare und die angenehme Art, mit Menschen umzugehen, sind geblieben. Bei unserem Telefonat anlässlich seines 90. Geburtstag konnte ich mich erneut davon überzeugen, dass sein freundliches Wesen auch im hohen Alter unverändert Bestand hat.
Im Verlaufe von vielen Jahren im Verband der Motorjournalisten (VdM) sind wir uns persönlich nähergekommen. Oft haben wir uns zu den Geschichten aus unserm Leben ausgetauscht. Vor allem eine davon ist nach wie vor in meinem Gedächtnis verankert. Es war im Haus der Geschichte, als wir uns einen Panzer anschauten, mit dem am 17. Juni 1953 im damaligen Ostberlin der Aufstand der DDR Bürger gegen das dortige Regime niedergeschlagen wurde. Jörn Turner war mit 16 Jahren dabei und erinnerte sich an damals. So flüchtete er in den Westen und startete dort nach einem Journalismusstudium seine Karriere in den Pressestellen zahlreicher Unternehmen. Jörn Turner legte stets Wert auf sorgfältige Recherche und fundierte Berichte zu recherchieren und fundiert zu berichten. Den heutigen Journalismus findet er suboptimal. Entsprechend ärgert er sich nahezu täglich, wenn er beispielsweise den regionalen Kölner Stadtanzeiger liest.
Viel Herzblut für den VdM
Neben seinen beruflichen journalistischen Tätigkeiten widmete sich Jörn Turner im VdM mit Herzblut der Interessenvertretung von Journalisten. Er war als VdM Vorstandsmitglied Regionalleiter Westdeutschland, war vor 2007 bei der VdM Fürsorgeeinrichtung, danach Schriftführer und Schatzmeister. Die Position des Vorsitzenden des VdM hatte er zwischen 2012 und 2015 inne. Anschließend wurde er zum Ehrenmitglied des Verbandes ernannt.
Gesundheitlich ist Jörn Turner mit sich zufrieden. Nicht so sehr dagegen mit dem Gesundheitszustand seiner charmanten Frau Alice. Alice Turner ist den VdM Mitgliedern auch dadurch bekannt ist, dass sie zahlreiche Damenprogramme im Rahmen von Jahreshauptversammlungen organisierte und überdies bei den Tombolas aktiv dabei war. Ich persönlich erinnere mich auch gerne daran, als Jörn Turner anlässlich der Verleihung der Johny-Roozendal-Uhr 2013 an mich die Laudatio hielt. Heute nochmals ein Dankeschön für die wunderschöne Rede.
Jörn Turner wohnt in Overath im Bergischen Land zusammen mit seiner Frau Alice. Er pflegt noch Garten und Haus – das soll auch bis auf Weiteres so bleiben, wenn es gesundheitlich geht.
Jörn Turner hat jahrzehntelang die Aktivitäten des VdM unterstützt. Der VdM hat ihn viel zu verdanken.
Alles Gute für die nächsten Jahre.
Autor und Abbildung: Klaus Ridder










