Ein besonderer Abend für die Verkehrssicherheit: Goldener VdM-Dieselring 2026 für Kirsten Lühmann
Im Saal 8 des Kongresszentrums Dortmund war am Abend des 26. September schnell spürbar, dass es um mehr geht als um eine Auszeichnung. Um Menschen. Um Haltung. Um Verantwortung. Und um ein Engagement, das über viele Jahre hinweg Wirkung entfaltet. VdM-Vorsitzender Markus Burgdorf begrüßte rund 45 Teilnehmer zur Preisverleihung, darunter zahlreiche ehemalige Dieselringträger wie Dr. Wolfram Hell (2024), Prof. Dr. Walter Eichendorff (2014), Dr. Hartmut Marwitz (2006) und Prof. Dr.med. Peter Sefrin (1990).
Zum 70. Mal hat der Verband der Motorjournalisten (VdM) den Goldenen VdM-Dieselring bereits verliehen. In diesem Jahr ging die traditionsreiche Auszeichnung an Kirsten Lühmann, Präsidentin der Deutschen Verkehrswacht.
Schon die besondere Geschichte des Rings macht diesen Moment außergewöhnlich: „Seit 1955 würdigt der VdM Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die Verkehrssicherheit verdient gemacht haben“, so Markus Burgdorf. Im Ring selbst befindet sich ein Splitter des ersten Versuchsmotors von Rudolf Diesel aus dem Jahr 1893 – ein Stück Technikgeschichte, das an diesem Abend in neue Hände überging.
Doch vor allem standen an diesem Abend die Menschen und ihre Geschichten im Mittelpunkt. In der Laudatio von VdM-Vorstandsmitglied Isabella Finsterwalder, gespickt mit zahlreichen persönlichen Grußworten von Branchengrößen, wurde deutlich, wie viele Wegbegleiter Kirsten Lühmann (Jahrgang 1964) über Jahrzehnte erlebt haben – als Polizeibeamtin, Bundestagsabgeordnete, Verkehrspolitikerin, Gesprächspartnerin, Kollegin und heute als Präsidentin der Deutschen Verkehrswacht.
Immer wieder war von ihrer Fachkenntnis, ihrer Beharrlichkeit und ihrer besonderen Art die Rede, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Von jemandem, der genau hinschaut, kritisch nachfragt und dabei andere Positionen respektiert. Von einer Brückenbauerin, die auch schwierige Debatten nicht scheut und dennoch verbindlich bleibt.
Ein Satz zog sich dabei fast wie ein roter Faden durch den Abend. Kirsten Lühmann beschreibt sich selbst als „gute Freundin des Redens, aber beste Freundin des Machens“. Treffender lässt sich ihr jahrzehntelanges Engagement wohl kaum zusammenfassen.
Besonders berührend war dabei die menschliche Perspektive, die ihre Arbeit prägt. Verkehrssicherheit ist für sie keine abstrakte Statistik. Hinter jedem Unfall stehen Menschen, Angehörige, Familien und Lebensgeschichten. Diese Erfahrung begleitet sie seit ihrer Zeit bei der Polizei und prägt ihr Handeln bis heute.
So wurde die Verleihung nicht nur zu einem feierlichen Moment, sondern auch zu einem Abend voller persönlicher Erinnerungen, herzlicher Glückwünsche, Anerkennung und Respekt. Der Goldene VdM-Dieselring steht für Menschen, die nicht nur über sichere Mobilität sprechen, sondern über viele Jahre hinweg ganz konkret daran arbeiten. Genau dafür wurde Kirsten Lühmann an diesem Abend geehrt.

Dieselringträöger unter sich (von links): Hartmut Marwitz, Wolfram Hell, Kirsten Lühmann, Walter Eichendorf und Peter Sefrin
Liebe Kirsten Lühmann, der VdM gratuliert von Herzen zum Goldenen VdM-Dieselring 2026. Danke für mehr als vier Jahrzehnte Engagement, Beharrlichkeit und Leidenschaft für die Verkehrssicherheit.
Text: Stephan Maderner, Fotos: Klaus Ridder










