Bis zum Abschlussrennen am Hockenheimring am 11. Oktober war die DTM 2026 (24. April bis 11. Oktober) erneut spannend. Dabei gelang dem Team Manthey aus Meuspath am Nürburgring wieder, den DTM Meister zu stellen. In diesem Jahr war es bereits zum zweiten Mal nach 2023 der Österreicher Thomas Preining.
Seit 2021 wird die DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) nurmehr mit GT3-Rennern ausgetragen. GT3-Renner kosten viel weniger als die hochentwickelten DTM Rennwagen, die von 2000 bis 2020 im Einsatz waren. Aufgrund der damaligen Kostenexplosion war zuletzt nur noch die Marke Mercedes dabei. Heute sind es acht Premiummarken (BMW, Mercedes AMG, Ferrari, Ford, Lamborghini, McLaren, Porsche, Aston Martin) mit 21 Fahrern aus 11 Nationen. Dabei als „Exot“ der Inder Arjun Maini, der mit einem Ford Mustang ganz vorne mitfährt. Er belegte beim Sonntagsrennen am Nürburgring den 4. Platz. Die Vielzahl der Marken und die Leistungsdichte der Fahrer führen dazu, dass die Rennen spannend verlaufen – und so war es auch in diesem Jahr am Nürburgring. In der Tabelle zum DTM Champion 2026 herrscht ein stetiger Wechsel an der Spitze und so blieb es auch nach den beiden Nürburgringrennen spannend. Erfrischend auch, dass das Alter der Rennfahrer im jünger wird. Tim Kalender ist gerade einmal 18 Jahre alt und der Mann mit der schnellsten Runde am Nürburgring. Finn Wiebelhaus (Ford Mustang) ist gerade 19 Jahre alt. Gleichwohl kann Timo Glock (McLaren) mit seinen 44 Jahren noch einigermaßen mithalten.
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Boxenstopps mit Radwechsel sorgen für große Spannung
Die „neue DTM“ wird auf acht Rennstrecken in drei Ländern (D, NL und A) ausgetragen. An jedem Wochenende finden zwei Rennen statt mit jeweils einem Qualifying – Renndauer eine Stunde plus eine Runde. Um die Spannung der Rennen hoch zu halten, erfolgt beim Samstagsrennen ein Boxenstopp mit Radwechsel – am Sonntag wird zweimal gewechselt; Dauer pro Radwechsel etwa sechs Sekunden. Die Radwechsel sind oft rennentscheidend. Gefahren wird einheitlich mit speziellen DTM Reifen der Marke Pirelli. Fotografen müssen in der Boxengasse einen feuerfesten Overall und einen Schutzhelm tragen. Eine Fotoweste wird im Übrigen nur solche ausgegeben, die an einem „Briefing“ teilgenommen haben. Für die Journalisten gab es in diesem Jahr eine hervorragende Printbroschüre (Media Guide 2026) mit top Informationen; ansonsten ist alles papierlos. Übertragen wurden sämtliche Rennen vom TV-Sender Pro Sieben mit ihrem neuen Kommentator Tobias Schimon. Gestartet wurden die Rennen jeweils um 13.30 Uhr. Wegen der Überschneidung mit dem F1-Rennen in Singapur wurde in Hockenheim erst um 16.30 Uhr gestartet
Illegale Radlager: Mirko Bortolotti wird Sieg aberkannt
Kurz vorm diesjährigen DTM Rennen auf dem Nürburgring wurde dem Sieger von Oschersleben, Mirko Bortolotti, der Sieg aberkannt, weil an seinem Lamborghini illegale Radlager eingebaut waren. Eine endgültige Entscheidung über den Einspruch des Teams erfolgte erst nach dem Hockenheim Rennen. Dem Einspruch wurde nicht stattgegeben.
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Nürburgring Rennen 2026 geht in die Geschichte ein
Der 11. und 12. Lauf zur DTM 2026 auf dem Nürburgring gehen in die Geschichte ein. Rauch vom nicht weit entfernten Waldbrand – im Bereich zwischen Nürburgring und Laacher See brannte es so stark, dass die Rauchwolken bis zum Nürburgring kamen und die Fotos der zahlreichen Fotografen „nebelig“ werden ließen – Hitze von mehr als 35 Grad und überdurchschnittlich viele Ausfälle. Viel Applaus für den erst 18jährigen Tim Kalender (Mercedes AMG), dem es gelang, den Routinier Thomas Preining (Manthey Porsche) mit einem sagenhaften Überholmanöver kurz vor Rennende zu überholen und den zweiten Platz zu belegen. Ebenfalls erfreulich: Altstar Marco Wittmann (Schubert BMW) gelang nach vielen Enttäuschungen ein Sieg beim Sonntagsrennen. Noch gut in Erinnerung ist das DTM Finale 2025, wo Marco Wittmann in der drittletzten Kurve noch von Ayhancan Güven (Manthey Porsche) überholt wurde und den DTM-Titel verlor. Beim ersten Rennen am Samstagnachmittag, Start um 13.30 Uhr, stand der Italiener Matteo Cairoli mit einem Ferrari auf der Pole und gewann das Rennen mit einem respektablen Vorsprung von fast 10 Sekunden vor Thomas Preining (Porsche). Das Besondere an dem Lauf war, dass nur 12 von den gestarteten 21 Rennwagen ins Ziel kamen. Alleine in der ersten Runde gab es einen Crash mit mehreren Rennfahrzeugen in der AMG Arena. Am Ende der beiden Rennen gab es mit Marco Wittmann einen BMW Sieger aber keinen neuen Spitzenreiter in der Tabelle. Maro Engel (Mercedes AMG) führte die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung vor Thomas Preining an, doch beim nächsten Rennen auf dem Sachsenring holte Thomas Preining auf und kam mit 20 Punkten Vorsprung zum Finale nach Hockenheim.
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112.000 Zuschauer beim Abschlussrennen am Hockenheimring
Anreise des Autors am Sonntagmorgen mit der Deutschen Bundesbahn, so dass er am Briefing im Pressezentrum um 9.00 Uhr als Voraussetzung für den Erhalt der Fotoweste teilnehmen konnte. Kurz danach fand bereits das 20inütige Qualifying statt, das der Däne Bastian Buus (Porsche GT3R Team Land) gewann. Thomas Preining wurde nur Siebter. Der Sieger des Samstagsrennens, Luca Auer (Mercedes AMG), erreichte lediglich den 12. Startplatz. Richtig spannend war lediglich die erste Runde. Von Platz sieben arbeitete sich der 28jährige Preining in einer ereignisreichen ersten Runde bis auf die vierte Position nach vorne. Anschließend absolvierte die Mannschaft von Manthey zwei schnelle Boxenstopps, so dass Preining bis zur letzten Runde sogar auf Platz 2 fahren konnte. Im letzten Umlauf bedankte sich der ehemalige Porsche Junior für die Unterstützung durch seinen Teamkollegen Ricardo Feller und überließ dem Schweizer den zweiten Rang. „Dieser Erfolg ist gar nicht hoch genug zu bewerten. In der DTM geht es extrem eng zu, der Wettbewerb ist so intensiv wie sonst nirgends“, sagt Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport. Preining löst als DTM Fahrermeister den türkischen Porsche Werksfahrer Ayhancan Güven ab. „Unsere ehemaligen Porsche Junioren haben drei Titel in vier Jahren geholt. Das ist absolut beeindruckend. Der Mannschaft von Manthey gilt mein großes Kompliment. Es ist eine außergewöhnliche Leistung, auch von Ricardo Feller. Das Team Land Motorsport hat mit Bastian Buus ebenfalls einen tollen Job gemacht. Die erste Pole-Position für Bastian in der DTM ist Beweis genug. Im ersten Jahr war die Mannschaft sofort voll dabei. Darauf lässt sich aufbauen.“ Bleibt noch zu erwähnen, dass Maro Engel (Mercedes AMG) das letzte Rennen der DTM Saison 2026 gewann und im Gesamtklassement der DTM 2026 den zweiten Platz belegte.
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Resümee: Das Fahrerfeld der DTM 2026 ist ausgeglichen – praktisch kann jeder gewinnen. Das hat auch das Beispiel Lucas Auer gezeigt – Sieger beim Samstagsrennen und nur 13. am Sonntag.
Autor: Klaus Ridder, Abbildungen DTM Nürburgring / Hockenheim Klaus Ridder und einmal Oliver Ermert
Abb. 1: Arena Hockenheim: Volles Haus mit 112.000 Besucher
Abb. 2: Hitze pur: Das Wetter war am Nürburgring so heiß, dass die Rennwagen in der Startaufstellung zugedeckt wurden und sich die Fahrer zum Leidwesen der Zuschauer hinter der Abdeckung versteckten .
Abb. 3: Pole-Setter: Der Ferrari von Matteo Cairoli (I) stand am Nürburgring beim Samstagrennen auf der Pole und gewann das Rennen.
Abb. 4: Familienfoto: Der TV Sender Pro Sieben überträgt die DTM, hier ein Familieninterview mit Maro Engel, der die DTM-Tabelle vor dem Samstagrennen am Nürburgring anführte.
Abb. 5 (Aufmacherabbildung): Fliegender Start am Nürburgring und weiter in die AMG Arena. Es führt der spätere Sieger Matteo Cairoli auf Ferrari. Daneben der gelbe Grello Porsche mit Thomas Preining (Abbildung Oliver Ermert).
Abb. 6: Pressekonferenz: Nach der Siegerehrung fand eine Pressekonferenz mit den drei Erstplatzierten im Pressezentrum des Nürburgrings statt (v.l.) Marco Wittmann-Matteo Cairoli und Thomas Preining.
Abb. 7: Restart: Dicht an dicht das Feld nach dem Re-Start beim Sonntagsrennen am Nürburgring in der AMG-Arena– das Safety Car hat die Rennstrecke verlassen.
Abb. 8: Die Marshals: Sie sind zu bewundern, da sie bei Wind und Wetter und diesmal bei Hitze ihren Dienst im Interesse der Sicherheit für Fahrer und Zuschauer verrichten.
Abb. 9: Ford Maini: der Ford Mustang GT3 vom Inder Arjun Maini in der Box.
Abb. 10 Pittwalk: Die Besucher können beim Pittwalk an die DTM Fahrer zum Autogramm heranzukommen. Aber, wegen der Massen an Zuschauern gelingt das nicht immer.
Abb. 11: Der DTM Pokal ging nach der Saison 2026 an den Österreicher Thomas Preining.
Abb. 12: Schnellster beim Sonntagsrennen in Hockenheim: Bastian Buus (DK) auf Porsche GT3R.
Abb. 13: Signatur Maini: Der Ford Mustang geht wohl nach der DTM Saison 2026 ins Museum. Hier erfolgt eine Signatur von Arjun Maini.
Abb. 14: Einführungsrunde: hinter dem Safety Car starten zwei Porsche GT3R von ganz vorne.










