//53. Belmot Oldtimer-Grand-Prix: Ein echter Genuss

53. Belmot Oldtimer-Grand-Prix: Ein echter Genuss

Bereits zum 53. Mal fand am Nürburgring der Belmot Oldtimer Grand Prix, in diesem Jahr zwischen dem 7. und dem 9. August, statt – ein Rekord unter den Oldtimerveranstaltungen am Nürburgring.

 Alte Fahrzeuge zu sammeln, das ist die Bewahrung technischer Kulturgüter. Wenn die historischen Rennwagen oder -motorräder überdies auf der Rennstrecke zum Leben erwachen oder auf der legendären Nordschleife Runden drehen, da kommt unter den Teilnehmenden und Zuschauern am Nürburgring echte Freude auf. Die Begeisterung ist entsprechend groß. So kamen immerhin 48.000 Besucher zum Ring, entweder für 35 Euro am Grand-Prix-Kurs einschließlich Fahrerlager oder kostenlos am Sonntagmorgen an der Nordschleife. Und Rennwagen und -motorräder an der legendären Nordschleife, wo bis 1976 F1-Rennen ausgetragen wurden, zu erleben, das ist zweifellos ein Highlight.

Neues Programmheft – nicht immer beliebt

Eine Neuerung war das Programmheft – nicht mehr vollständig in gedruckter Form. Starterlisten werden in der aktuellsten Version über die entsprechenden QR-Codes verlinkt. „So können wir Änderungen bis zum Rennwochenende besser abbilden und jederzeit den aktuelleren Stand bieten“, argumentiert der Veranstalter. Diese Neuerung kam indes nicht bei allen gut an, denn vielen war die gedruckte Starterliste mit Namen, Fahrzeug, oder Starternummern lieber.

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Nürburgring bald 100 Jahre

Vor rund 100 Jahren begann hier in der Eifel die Geschichte einer Rennstrecke, die bis heute einer der großen Sehnsuchtsorten des Motorsports ist. Und seit mehr als fünf Jahrzehnten ist der Belmot Oldtimer-Grand-Prix (früher AvD-Oldtimer-Grand-Prix) ein fester Bestandteil dieser Geschichte. Was damals als Treffen engagierter Enthusiasten begann, ist heute eines der international bedeutendsten Festivals für historischen Motorsport – und für viele Oldtimerfreunde aus ganz Europa ein Fixpunkt im Kalender.

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Zahlreiche VdM Kollegen vor Ort

Schon auf dem Parkplatz A6 traf der Autor den VdM-Kollegen Thomas Fuhrmann aus Korntal. Im Pressezentrum war „Charly“ Braun wie immer aktiv. Die beiden neuen VdM‘ler Frank Schuh und Alex Arnold fotografierten eifrig für verschiedene Magazine. Am „Brünnchen“ traf Klaus Ridder Ulrike Bierlein, die schon seit morgens 8.00 Uhr Oldtimerraritäten fotografierte. Autor Ridder hatte zudem ein kurzes Gespräch mit Janine Franssen, der Chefin der Siha, die die Verleihung der Johny-Rozendaal-Uhr durch den VdM Vorstand in der Dortmunder Westfalenhalle unterstützen wird. Übrigens traf er auch Johannes Hübner. Seit Jahren ist er Mit-Organisator des Oldtimer-Grand-Prix und Streckensprecher mit einem umfassenden Wissen über die Oldtimer-Szene.

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Motorräder auf der Nordschleife

Die Nordschleife ist für Motorradfahrer gefährlich – wenig Sturzräume. Aber im Rahmen des Oldtimer-Grand-Prix zeigten die Teilnehmer auf dem Grand-Prix-Kurz und Nordschleife wie vielfältig und faszinierend die Motorradgeschichte des 20. Jahrhunderts ist. Auch Ehrengast Helmut Dähne setzt ein Extra-Ausrufezeichen: Der Tourist-Trophy-Sieger und Nordschleifen-Rekordhalter war im historischen Paddock ebenfalls anzutreffen. Aber nicht nur Dähne zog die Blicke auf sich, zumal die Teilnehmer viele fantastische Bikes mit in die Eifel brachten. Der Bogen reicht von den späten zwanziger Jahren bis in die frühen Achtziger. Zu den ältesten Maschinen zählte die BMW R57 von Andreas Seyffer (Startnummer #32). Ebenfalls tief in die Vorkriegszeit führen die Indian Sport Scout von Werner Trautner (#106) und die BMW R51 RS von Tony Arnold (#54). Leider wurde das Bild der Rennmaschinen auf der Nordschleife durch (zu) viele Begleitfahrzeuge gestört. Man hatte wohl Angst, dass die Herren Motorradrennfahrer zu schnell fahren.

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Seltene Raritäten im Umfeld

Es machte Spaß, sich die mobilen Raritäten auch außerhalb der Rennstrecke anzusehen. Allein schon der Parkplatz an der Kulttankstelle „Döttinger Höhe“ war voll damit. Am Samstag waren auch Touristenfahrten auf der Nordschleife möglich – für 35 Euro die Runde – und da kam sowohl bei den Fahrern als auch bei den Zuschauern Freude auf. So war der begehrte Zuschauerplatz am „Brünnchen“ überfüllt.

Resümee

Mehr als 500 Rennwagen waren in den rund zwei Dutzend Rennen, Demoläufen und Ausfahrten mit von der Partie Sie spiegelten die Evolution des Motorsports nahezu von den Anfängen bis zur Jahrtausendwende wider. Die Veranstaltungsgemeinschaft freute sich sehr, dass über 43.000 Besucher am Wochenende mitgefeiert haben. Es gab ein herzliches Danke an alle Partner, Teams, Aktiven und Weggefährten.

Autor und Abbildungen: Klaus Ridder

Abbildungen:

Abb. 1 (Aufmacherbild): Rennmotorräder auf der legendären Nordschleife: hier eine uralte BMW (Nr.32) und der Nürburgring Rekordhalter Helmut Dähne (Nr.59)

 

Abb. 2: -Bugatti-Stromlinie: Ettore Bugatti baute so allerhand wunderschöne Autos ;hier ein blauer Stromlinienwagen.

 

Abb. 3: Treffen der Clubs: Beim Oldtimer Grand Prix treffen sich auch immer wieder Auto-Clubs.

 

Abb. 4: Tourenwagen-Legenden: In den Rennen wird auch mit dem wertvollen Material hart gekämpft, wie hier Ford Capri gegen BMW in der „Schikane“

 

Abb. 5: Echter Anziehungspunkt: Mit dem Besuch von 43.000 Zuschauern war die Veranstalter-Gemeinschaft zufrieden. Mit der Eintrittskarte ging es auch ins Fahrerlager.

 

Abb. 6: Oben mit: Es wird heiß hoch oben in der Eifel, daher war auch hier Sonnenschutz angebracht.

 

Abb. 7: Der Oldtimer-Papst: Johannes Hübner (li) ,Streckensprecher und Mit-Organisator sowie Klaus Ridder.

 

Abb. 8: Voller Einsatz: Auch zahlreiche VdM Kollegen waren dabei. Hier fotografiert Ulrike Bierlein im Streckenabschnitt „Brünnchen“.

 

Abb. 9: Maserati 250F: Mit diesem Typ wurde J.M. Fangio 1957 Weltmeister. Es wurden insgesamt 32 Stück gebaut

 

Abb. 10:

Motorradraritäten: Nahezu 100 Jahre alt ist dies JAP Motorrad aus England. Zu sehen außerhalb der Rennstrecke am „Brünnchen“.