Herbert Schnitzer aus dem bayerischen Freilassing ist am Tag seines Geburtstages im Alter von 85 Jahren gestorben. Mit Herbert Schnitzer verliert der Motorsport eine Persönlichkeit, die mehr als 50 Jahre die Tuning- und Rennsportszene geprägt hat – dies nahezu ausnahmslos in Zusammenarbeit mit BMW.
Man spricht auch davon, dass eine Legende verstorben ist und diese legendäre Person hatte auch noch den Beinamen ‚Patron‘. Herbert Schnitzer gründete mit seinem Bruder Josef 1967 eine Firma, die mit ;modifizierten Automobilen‘ in den verschiedensten Rennsportkategorien Erfolge einfuhr. Wohl der größte Erfolg war 1999 der Gewinn des 24h-Rennens von Le Mans mit Manfred Winkelhock, Pierluigi Martini und Yannick Dalmas . Bemerkenswert auch der Gewinn der F2- Europameisterschaft 1975 mit Jacques Laffite sowie 5 Siege beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Hinzu kamen mehrere DTM Meisterschaften, einmal sogar Tourenwagen Weltmeister sowie Siege bei Langstreckenrennen und… und…
Der Firmenmitbegründer Josef verunglückte 1978 tödlich bei einem Verkehrsunfall auf dem Weg zu einem Rennen in Zolder. Später waren dann seine Halbbrüder Dieter und Karl (Charly) Lamm im Einsatz für den erfolgreichen Familienbetrieb. Die Zusammenarbeit mit BMW endete 2020 und damit auch die Ära ‚Schnitzer BMW‘.
Uwe Mahla schreibt Buch über Herbert Schnitzer
Herbert Schnitzer war wie bereits anfangs erwähnt, eine Legende in der Szene und so möchte ich eine Person zitieren, die als Journalist über viele Jahre mit Herbert Schnitzer zusammengearbeitet und auch ein Buch über ihn geschrieben hat: Uwe Mahla. In seinem Buch schreibtb Mahla: „Als Journalist, später als BMW-Pressesprecher und anschließend als Schnitzer Fan war ich ihm und seiner Truppe immer sehr nahe und habe die Freundlichkeit, die Ehrlichkeit und die Direktheit dieses Mannes genossen. Dass er mir schließlich das Vertrauen entgegengebracht hat, tief in seinem großen Karton mit der Historie seines Unternehmens zu wühlen, spricht für sich. Und für ihn – wie die Zeilen, die er uns in unser Schnitzer Buch geschrieben hat: ‚…vielen Dank für Eure Hartnäckigkeit, es hat sich gelohnt‘. Herbert Schnitzer hatte immer den Überblick! Gerhard Berger hat Herbert einmal ‚die Seele‘ der Schnitzer Truppe genannt. Herbert Schnitzer war zu seiner Zeit immer der Patron dieser Familie. ‚Ein knochenharter Geschäftsmann, der sich aber nicht zu gut war, um 24 Stunden lang die Rundentabelle zu führen‘.“
Mit Herbert Schnitzer hat die Rennsportszene eine außergewöhnliche Persönlichkeit verloren.
Autor: Klaus Ridder, Abbildung: Archiv Ridder










