//Sag’ mir, was Du fährst…

Sag’ mir, was Du fährst…

…und ich sag‘ Dir, wer Du bist.

Einmal im Jahr veröffentlicht die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) mit dem DAT-Report exakte und repräsentative Fakten über die automobilen Befindlichkeiten in Deutschland. Im regelmäßig erscheinenden „Thema des Monats“ werden dabei unterschiedliche Aspekte aus dem DAT-Report 2021 herausgegriffen. Im Monat November steht die Frage im Mittelpunkt, inwieweit das Automobil mit der eigenen Persönlichkeit in Verbindung steht.

„Ein Auto ist für mich eine Möglichkeit, meine Persönlichkeit auszudrücken“, ist eine der Aussagen, die für den DAT-Report allen Autokäufern gestellt wird. Über die vergangenen Jahre lässt sich hierbei laut DAT eine interessante Entwicklung feststellen.

Etwa die Hälfte sah 2015 im Auto einen Ausdruck der eigenen Persönlichkeit: Im Autojahr 2015 bestätigten 54 Prozent der Neu- und 45 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer diese Aussage. Darin zeigt sich: Schon vor fünf Jahren tickten diese beiden Käufergruppen unterschiedlich bei diesem Thema.
Eine Analyse der Teilgruppen nach Pkw-Marke kam zum Ergebnis, dass Käufer deutscher Premiummarken eher im Auto einen Ausdruck ihrer Persönlichkeit sehen als Käufer von Importeursmarken. In Zahlen bedeutet dies: 68 Prozent der Käufer von neuen Pkw deutscher Premiummarken und 60 Prozent der Käufer gebrauchter Pkw deutscher Premiummarken bestätigten dies. Käufer von Importeursmarken sehen in ihrem Fahrzeug deutlich seltener einen Ausdruck ihrer Persönlichkeit. Die Anteile bei diesen Marken lagen bei den Neuwagenkäufern des Jahres 2015 bei 50 Prozent, bei den Gebrauchtwagenkäufern nur 40 Prozent.

2020 signifikante Veränderung in der Haltung zum eigenen Automobil

Im Autojahr 2020 stieg die Zustimmung zu dieser Ansicht deutlich. Grundsätzlich und über alle Neuwagenkäufer hinweg lag sie bei 63 Prozent. Das ist ein Anstieg von neun Prozentpunkten in den letzten fünf Jahren. Gebrauchtwagenkäufer kommen auf 55 Prozent, auch diese Entwicklung ist mit einem Plus von zehn Prozentpunkten nahezu identisch. Betrachtet man nur die Käufer von Pkw deutscher Premiummarken, so lag diese im Neuwagenbereich bei 81 Prozent, Gebrauchtwagenkäufer bestätigten das zu 74 Prozent. Importeursmarken kommen bei Neuwagenkäufern auf 60 Prozent,bei Gebrauchtwagenkäufern auf 48 Prozent. Die Steigerungen zu den Angaben von vor fünf Jahren sind nahezu identisch.

Auch Corona hat die Bedeutung des eigenen Automobils gesteigert: Grundsätzlich kann man beobachten, dass bestimmte Faktoren wie die Individualisierung bei der Wahl des eigenen Automobils einer Veränderung unterliegen. Das Design oder das Aussehen der Fahrzeuge ist Neu- und Gebrauchtwagenkäufern immer wichtiger geworden. Oder anders formuliert: Die Autokäufer wollen keine rollende Verzichtserklärung.

Das Corona-Jahr 2020 hat aber noch einen weiteren Aspekt hinzugebracht: Die Fokussierung auf das eigene Automobil ist stärker geworden. Es wurde als sicheres, kontaktfreies Transportmittel für private, geschäftliche und urlaubsbedingte Reisen gesehen. 95 Prozent der Neuwagen- und 93 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer gaben an, sie fühlen sich ohne ihr Fahrzeug in ihrer Mobilität eingeschränkt. 96 Prozent der Neu- und 91 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer sahen das eigene Automobil als unverzichtbar an.
Diese deutlichen Antworten der Autokäufer des Jahres 2020 zeigen, dass ein Kaufgrund für ein Automobil in hohem Maße gerade darin liegt, die individuellen Mobilitätsanforderungen bequem und zuverlässig im Alltag bewältigen zu können.

Keine Frage des Statussymbols: Die Pkw-Käufer wurden nicht danach befragt, inwieweit das eigene Fahrzeug ein Statussymbol sei. Der Fokus lag und liegt bei dieser Frage des DAT-Reports auf dem Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Und diese Haltung oder Einstellung, die ein Autokäufer mit seinem Pkw ausdrückt, hat sich in den vergangenen Jahren deutlich zugunsten des Automobils entwickelt. Den Link zum DAT-Report gibt es hier.

(DAT/bic)
Foto: Fotonerd/Pixabay