Der VdM Regionalkreis West mit seinen Mitgliedern sowie Gästen hatte Glück mit dem Wetter bei seinem bereits traditionellen Nürburgring Besuch, dieses Mal am 10.Oktober 2026: Kein Regen, vielmehr eitel Sonnenschein. Alle angemeldeten 26 VdM‘ler waren gekommen. Auch einige Kinder waren dabei, schließlich kann man nicht früh genug damit anfangen, ihnen den Nürburgring mit all seinen Facetten näherzubringen. Höhepunkt des diesjährigen Besuchs war zweifellos das Treffen mit dem Chef der Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring (ILN) Martin Rosorius. Nicht zu vergessen zudem, dass VdM Mitglied und VLN/NLS Pressesprecher Patrik Koziolek für die Tickets zum Eintritt gesorgt hatte.
Am 10. Oktober 2026 zeigte sich der Nürburgring von seiner besten Seite und die Eifelwälder rund um die Nürburgring Nordschleife leuchteten im strahlenden Sonnenschein. Die Kulisse für das große Finale der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie war perfekt. Während im Zeittraining noch feuchte Streckenabschnitte für knifflige Bedingungen sorgten, trocknete der Kurs zusehends ab. Das vierstündige Finale fand schließlich unter durchweg trockenen Bedingungen statt und bot den zahlreichen Fans an der Strecke einen packenden Kampf für die Entscheidung in der Meisterschaft. Mit ihrem insgesamt siebten Klassensieg im neunten Lauf der Saison krönten sich Edoardo Bugane, Yannick Fübrich und Sven Markert im BMW M240i Racing Cup (#650 Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels) zu den neuen NLS-Champions der Saison 2026. Aber, aufgepasst! Mit dem Gesamtsieg der Meisterschaft wird das Team/der Rennfahrer gekürt, der in seiner Klasse die besten Platzierungen eingefahren hat und das sind nicht die schnellsten auf der Nordschleife.
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Porsche Doppelsieg im Goldenen Oktober
Am schnellsten sind die GT3-Rennwagen (Spitze etwa 300 km/h), von denen diesmal 24 am Start waren. Am Ende jubelte hier Dunlop Motorsport mit dem Gesamtsieg beim Saisonabschluss: Nico Menzel und Sven Müller (#17 Porsche 911 GT3R) überquerten nach 24 absolvierten Runden mit einem Vorsprung von 27 Sekunden als Sieger die Ziellinie. Tim Heinemann und Sven Müller (#44 Falken Motorsports Porsche 911 GT3R) machten auf dem zweiten Rand den Doppelerfolg der Mannschaft perfekt, während Jordan Pepper (ehemals DTM-Fahrer) und Tim Tramnitz (#77 Schubert Motorsport BMW M4 GT3 EVO) nach einer Aufholjagd das Podest komplettierten. Doppelstarter Müller, der sich beim Wechsel vom Falken- in den Dunlop-Porsche nur fünf Runden Pause gönnte, wurde von der ILN, der Rennleitung und den Kommentatoren zum „Fahrer des Rennens“ gekürt.
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Diskussion mit ILN Chef Martin Rosorius
Martin Rosorius aus Siegburg, einst dort Vize-Bürgermeister, und ILN Chef ist eine sehr wichtige Person in der Langstreckenmeisterschaft. Er vertritt die Interessen der Rennteams gegenüber den Veranstaltern, der Nürburgring GmbH, Reifenherstellern und anderen, die sich an der Langstreckenmeisterschaft beteiligen. In Rosorius Kurzvortag ging es nach der Vorstellung über seine Person ins „Eingemachte“. Hochinteressant waren vor allem die vielen Informationen für die VdM Journalisten, wie beispielsweise die nachfolgenden:
- Alle Rennteams sind der ILN vertreten.
- Motorsport ist nicht billig, so kostet der Einsatz eines GT3-Renners beim berühmten 24h-Rennen etwa 500.000 Euro.
- Reifen sind sehr teuer und halten mit einem GT3-Renner etwa acht Runden auf der Nordschleife. Hier arbeitet die ILN zusammen mit den Reifenherstellern daran, dass künftig Reifen zum Einsatz kommen, die deutlich länger halten.
- Der ADAC Nordrhein hatte versucht, eine eigene Langstreckenmeisterschaft zu veranstalten. Davon hält die ILN nicht viel.
- Werksfahrer werden von den Firmen bezahlt. Amateurfahrer müssen oft noch Geld mitbringen, um zu starten.
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Martin Rosorius hatte noch viele weitere Detail-Informationen im Gepäck. Allerdings musste er dann zurück zum Rennen, wo „gebraucht“ wurde, um die besten Fahrer auszuwählen. Hier ging der Sieg an Sven Müller, der auf 2 Rennwagen gestartet war und einmal Erster und dann noch Zweiter wurde.
Resümee: Die VLN/NLS Langstreckenserie auf dem Nürburgring ist die attraktivste Rennserie in Europa und der Welt – da kommt neun Mal im Jahr Freude auf bei den Fans, den Rennfahrern, den Rennteams und den zahlreichen VdM-Journalisten. Was will man mehr?
Auf einen Blick: Hintergrundinfos zu VLN/NLS
Die Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) ist eine Breitensport-Rennserie und wird seit 1977 auf der Nürburgring Nordschleife ausgetragen. Bis 2000 lief sie unter der Bezeichnung Langstreckenpokal und bis 2019 unter der Bezeichnung VLN Langstreckenmeisterschaft. Fahrer unterschiedlichster Fahrzeuge – vom nahezu serienmäßigen Auto bis zum reinrassigen Rennfahrzeug – treten in verschiedenen Klassen gegeneinander an. Die Rennen dauern vier bzw. sechs Stunden und finden aktuell auf der Nordschleife in Verbindung mit der Sprintstrecke (Kurzanbindung) des Grand-Prix-Kurses statt. Im Schnitt sind bei einem Rennen mehr als 175 Fahrzeuge am Start – seit Corona sind es nur noch etwa 120. Die Rennwagen werden in der Regel von mehreren Fahrern, die sich am Steuer abwechseln, pilotiert. Seit 2020 werden die Rennen unter dem Namen Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) weitergeführt, die weiterhin von der VLN organisiert werden. Im Jahr 2024 ist der ADAC eingestiegen und die beliebte Rennveranstaltung heißt nunmehr ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) und wird seit jeher von der VLN (Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring) organisiert. Hinter diesem Kürzel stehen die acht Automobilsportclubs, die die Rennen ausrichten und in der VLN Sport GmbH & Co. KG repräsentiert sind. Um die Vermarktung und das Veranstaltungsmanagement kümmert sich die VLN VV GmbH & Co. KG. Die Rennfahrer sind sowohl Profis (Werksfahrer) als auch Amateure. Bekanntester Starter war 2025 der F1-Weltmeister Max Verstappen.
Autor: Klaus Ridder
Abb. 1 (Aufmacherbild): Den Start erlebten die VdM Kollegen von der Tribüne aus: Vorne der Trainingsschnellste auf BMW GT3 (Abbildung: Arnold / Schuh).
Abb. 2: Get-Together: Die VdM Teilnehmer: vor der Namenstafel erfolgreicher Rennfahrer (Abbildung: Zörb).
Abb. 3: Bravo: Der Dunlup Porsche mit Niko Menzel (D) und Sven Müller (CH) gewann den 9. Lauf zur VLN/NLS-Langstreckenmeisterschaft 2026 (Abbildung: Arnold / Schuh).
Abb. 4: Mittendrin: Auch ohne Fotoweste konnten die VdM Kollegen in die Startaufstellung (Abbildung: Arnold / Schuh).
Abb. 5: An der Spitze: Der Trainingsschnellste war ein BMW M4 GT3 mit David Jahn vor dem Falken Porsche mit Sven Müller (Abbildung: Arnold / Schuh).
Abb. 6: Stark begonnen: Frank Stippler mit dem Ford Mustang mischte vorne mit, flog aber in der zweiten Runde raus. Allerdings konnte er weiterfahren (Abbildung: Arnold / Schuh).
Abb. 7: Kurve 1: Nach dem Start wird es in der Anfahrt zur AMG Arena eng. Hier die zweite Startgruppe (Abbildung: Arnold / Schuh).
Abb. 8: Starke Präsenz: Der VdM war mit zahlreichen Fotografen an der Strecke. Im Bild (v. l.) Uwe Zörb, Geschäftsführender Vorsitzender des VdM, und Klaus Ridder, Regionalkreisleiter West (Abbildung: Reudenbach).
Abb. 9: Infos vom Feinsten: Martin Rosorius, Chef der Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring (ILN) referierte vor den VdM Kollegen (Abbildung Ridder).










