Das österreichische Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) hat die Ergebnisse eines Forschungsprojekts vorgestellt, bei dem geprüft wurde, wie sicher Totwinkelassistenten im Pkw einen Radfahrer erkennen und den Fahrer warnen. Die statischen und dynamischen Praxistests wurden mit Limousine, Kombi und SUV sowie mit vier verschiedenen Fahrradtypen vom Rennrad bis zum Lastenrad durchgeführt. Die Ergebnisse sind unbefriedigend.
„Grundsätzlich erkennen alle getesteten Systeme Fahrräder“, so stellen die Fachleute fest. Dennoch gebe es „deutliche Unterschiede“. Bei den kamerabasierten Systemen seien zwar alle Fahrradtypen „sehr verläßlich“ erkannt worden, der Fahrer habe aber meist nur dann eine Warnung erhalten, wenn er vorher den Blinker betätigt hatte. Auch bei den Assistenten mit Radartechnologie fanden die Experten einen Haken. Diese Systeme erfaßten ebenfalls erfolgreich die Radfahrer, jedoch bekamen sie bei Geschwindigkeitsunterschieden, wie sie zwischen Auto und Rad im Stadtverkehr üblich sind, ihre Schwierigkeiten. Unter dem Strich hebt das KfV den Beitrag von Totwinkelassistenten zur Verbesserung der Sicherheit von Radfahrern zwar hervor. Es zeige sich aber, dass die Systeme in punkto Sensorik und Aktivierungskriterien „noch wirksamer“ werden müßten, so das KfV.In Deutschland kamen 2025 insgesamt 106 Radfahrer bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Das war die größte Anzahl der vergangenen zehn Jahre.
Autor: Kristian Glaser (kb); Abbildung: Pixabay










